Konzernmanagement 2001st ed. P XVIII, 333 S. 01
内容
Das Thema der Jahrestagung 2000 des Verbandes der Hochschullehrer fur Betriebswirt schaft lautete "Konzernmanagement". Es ist aktuell. Es ist aktuell unter nationaler und internationaler Perspektive. Vnter nationaler Perspektive ist das Thema aktuell zum einen wegen der Skandale, die uns in den letzten Jahren beschaftigt und zu verschlirfter Kritik an der Wirksamkeit des deutschen Aufsichtsratssystems gefUhrt haben, zum anderen wegen der Reform der Vnternehmensbesteuerung mit ihren bemerkenswerten Auswirkungen auf das Konzernmanagement. Aktuell ist das Thema auch unter inter nationaler Perspektive. Hier geht es urn die Wettbewerbsfiihigkeit international tatiger deutscher Vnternehmen im Vergleich mit ihren amerikanischen und japanischen, aber auch englischen und franzosischen Konkurrenten. Der Wettbewerb der Governance Systeme fmdet auf den internationalen Kapitalmlirkten statt und hat dam it Einfluss auf die Wettbewerbsfiihigkeit deutscher Vnternehmen auf den globalen Produktmlirkten. Yom Konzern konnte man sagen, was Schiller von Wallenstein sagt: "Von der Parteien HaB und Gunst verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte". Eugen Schmalenbach stand dem Konzern kritisch gegentiber, weil es im Konzern moglich war, den Konkurs durch Gewinnverschiebungen in nichtpublizitatspflichtige Tochtergesell schaften zu verschleppen. Wolfgang StUtzel lehnte den Konzern ab, wei! er es GroB aktionaren und Managern erleichterte, Minderheitsaktionare auszubeuten. Die Arbeits gruppe tiber internationale Konzerne der UNO unter Hans MattMfer erorterte die Kritik der Entwicklungslander an Missbrauch wirtschaftlicher Macht und an der Beschrankung des Zugangs dieser Lander zu technischen Neuerungen durch multinationale Konzerne. Herbert Giersch auBerte dagegen angesichts der vielfiiltigen non-tariff-barriers, welche die Nationalstaaten errichteten, die Ansicht, die multinationalen Konzerne mtissten geschaffen werden, wenn es sie nicht schon gabe.